Aktuelles
Hier finden Sie aktuelle Informationen über die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Sachsen e.V. in chronologischer Reihenfolge. Die neuesten Nachrichten stehen oben!
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat das Fachkonzept für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich umfassend erneuert und nun offiziell veröffentlicht. Mit den aktualisierten Vorgaben verfolgt die BA das Ziel, den Bildungsbereich in Werkstätten und bei weiteren Anbietern stärker zu vereinheitlichen und auf zeitgemäße, personenzentrierte Standards auszurichten. Ein besonderer Fokus liegt auf mehr Transparenz, einer konsequenten Ausrichtung auf individuelle Kompetenzen sowie einer verbindlichen digitalen Prozesskette.
Das Konzept tritt am 1. Januar 2026 in Kraft und ist ab sofort über die Webseite der BA abrufbar. Gleichzeitig sollen die neuen Regelungen zum Fahrdienst sowie die Einführung der Elektronischen Maßnahmeabwicklung (EMAW) starten, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind. Für die Entwicklung eines eigenen Qualitäts- und Leistungshandbuchs haben Werkstätten und Leistungserbringer eine Übergangsfrist bis Ende 2026.
Das neue Fachkonzept steht ab sofort auf der Homepage der Bundesagentur für arbeit zur Verfügung: https://www.arbeitsagentur.de/institutionen/bildungstraeger/spezifische-leistungsanbieter
Was verändert sich mit dem neuen Fachkonzept?
Die Neufassung bringt eine Vielzahl neuer Anforderungen und Klarstellungen mit sich, die künftig verbindlich umzusetzen sind:
1. Qualitätsmanagement und Dokumentation werden verbindlicher
Werkstätten müssen ein strukturiertes Qualitäts- und Leistungshandbuch führen und regelmäßig aktualisieren. Dazu gehören festgelegte Abstimmungsprozesse, Qualitätszirkel sowie eine kontinuierliche Überprüfung von Zielen, Maßnahmen und Ergebnissen.
2. Digitale Abläufe und EMAW als verpflichtender Standard
Die BA schreibt künftig eine digitale Abwicklung zentraler Verfahrensschritte vor – von Eintritts- und Zwischenmeldungen bis hin zu Berichten und Abschlussdokumentationen. Dafür werden standardisierte Informationspakete und einheitliche Prozesse verlangt.
3. Stärker kompetenzorientierte Bildungsplanung
Die individuelle Förderung rückt in den Mittelpunkt: EV und BBB müssen auf einer systematischen Kompetenzanalyse aufbauen. Ergebnisse, Ziele und Maßnahmen sind in einem dynamisch fortgeschriebenen Eingliederungsplan festzuhalten, der regelmäßig angepasst wird.
4. Ausbau modularer Qualifizierungsangebote
Der Berufsbildungsbereich soll künftig intensiver mit Qualifizierungsbausteinen arbeiten. Zudem müssen Werkstätten die neuen gesetzlichen Möglichkeiten zur Feststellung und Anerkennung beruflicher Kompetenzen (BVaDiG) berücksichtigen.
5. Neue Vorgaben für Praktika und betriebliche Lernorte
Berufliche Orientierung soll praxisnäher organisiert werden. Dazu gehört, dass Teilnehmende mindesten zwei unterschiedliche Berufsfelder kennenlernen. Umfang und Ziele aller Praktika werden verbindlich im Eingliederungsplan festgehalten.
6. Stärkere Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
Übergänge in reguläre Beschäftigung – inklusive Budget für Arbeit oder Budget für Ausbildung – sollen gezielt gefördert, geplant und dokumentiert werden.
Inklusion schafft Innovation.
Rund 240 Teilnehmende aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Werkstätten kamen beim ersten Fachkongress der LAG WfbM Sachsen am 23. September 2025 im Carlowitz Congresscenter zusammen.
Im Mittelpunkt: Wie Unternehmen und Gesellschaft gemeinsam Potenziale entfalten und Menschen mit Behinderungen erfolgreich in den Arbeitsmarkt integrieren können.
Inspirierende Impulse, gelebte Praxis und klare Botschaften machten deutlich:
Inklusion ist kein Randthema – sie ist eine Chance für uns alle.
Im Carlowitz Congresscenter Chemnitz dreht sich alles um die Frage:
Wie begegnen wir dem Fachkräftemangel mit neuen Ideen?
Unter dem Leitgedanken: „Inklusion schafft Innovation. Entfalten Sie das Potential aller Talente.“
Highlights:
Eröffnung durch Alexander Dierks, Präsident des Sächsischen Landtages
Praxisbeispiele: Uniklinik Dresden & DAS Environmental Expert GmbH
Netzwerkecke: Austausch mit Fachleuten aus ganz Deutschland
Plus: Chemnitz als Kulturhauptstadt 2025 mit der Edvard-Munch-Ausstellung – Fachimpulse & Kultur in einem!
Anmeldung unter: https://kongress.wfbm-sachsen.de/



